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Schröder bei Globus: Russische Behördenmeldungen nennen Supermarktkette als Unterstützer mobilisierter Soldaten

Der Altkanzler sitzt seit Ende September im Aufsichtsrat der russischen Hyperglobus. Ältere Behördenmeldungen aus der Region Jaroslawl führen Globus als Unterstützer mobilisierter Soldaten und ihrer Familien. Das Unternehmen verweist auf die Versorgung der Zivilbevölkerung.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder ist seit Ende September Mitglied im Aufsichtsrat der russischen Betreibergesellschaft Hyperglobus. Nun rücken ältere russische Behördenmeldungen die Supermarktkette Globus in den Fokus, die einst zum deutschen Globus-Konzern gehörte. Wie das russische Investigativmedium «The Insider» unter Berufung auf Veröffentlichungen aus der Region Jaroslawl berichtet, wurde Globus dort bereits im Jahr 2022 ausdrücklich unter den Unterstützern mobilisierter Soldaten und ihrer Familien genannt.

Konkret geht es um eine Veröffentlichung vom 27. Oktober 2022. Danach stellten Unternehmen in der Region Jaroslawl insgesamt mehr als 50 Tonnen Hilfsgüter bereit. Unter den beteiligten Handelsketten wurde Globus namentlich aufgeführt. Eine weitere Meldung der regionalen Industrie- und Handelskammer vom Dezember 2022 führte Globus erneut unter den Unterstützern russischer Kriegsteilnehmer auf. Beide Publikationen berufen sich auf Angaben der Regionalbehörden.

Was Globus konkret zu diesen Hilfsaktionen beitrug, lässt sich aus den Meldungen nicht ableiten. Unklar bleibt auch, ob mögliche Warenlieferungen an Soldaten oder deren Familien gingen. Eine direkte Lieferung an die Front ist nicht belegt. Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Unterstützung gehörte das Russlandgeschäft noch zur deutschen Globus-Gruppe. Das Unternehmen hatte seinen Verbleib in Russland nach Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine damit begründet, die Zivilbevölkerung versorgen zu wollen.

In einer Mitteilung aus dem Jahr 2023 erklärte die deutsche Globus-Gruppe, ihre Lebensmittelmärkte leisteten in Russland weiterhin einen Beitrag zur «Grundversorgung der Zivilbevölkerung». Das Unternehmen hatte seine Investitionen dort nach Kriegsbeginn deutlich reduziert, die Geschäfte aber nicht eingestellt. Erst Anfang 2025 wurde das Russlandgeschäft rechtlich und operativ ausgegliedert. Die bisherigen Gesellschafter blieben jedoch beteiligt.

Ob die damalige deutsche Konzernführung von der von russischen Behörden gemeldeten Beteiligung an den Hilfsaktionen wusste, ist unklar. Aus den vorliegenden Veröffentlichungen geht auch nicht hervor, ob Globus sich nach 2022 an weiteren solchen Aktionen beteiligte. Die Recherche wirft damit ein Schlaglicht auf die Verflechtungen des Unternehmens in Russland, während der frühere Bundeskanzler dort neue Funktionen übernimmt.

Schröder hatte am 7. Oktober einen Globus-Markt in Moskau besucht. Während seiner Reise traf er auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin. In seiner neuen Funktion soll Schröder die strategische Entwicklung der russischen Kette begleiten. Der Altkanzler steht wegen seiner Russland-Verbindungen seit Jahren in der Kritik. Die SPD hatte bereits ein Parteiordnungsverfahren gegen ihn eingeleitet, ein weiteres Verfahren wird von einem SPD-Bezirk gefordert.

Die jüngsten Enthüllungen könnten die Debatte über Schröders Rolle und die Verantwortung deutscher Unternehmen in Russland neu befeuern. Globus selbst hat sich zu den konkreten Vorwürfen bislang nicht geäußert. Die russischen Behördenmeldungen aus dem Jahr 2022 legen jedoch nahe, dass die Kette zumindest indirekt in Hilfsaktionen für mobilisierte Soldaten eingebunden war. Ob dies mit Wissen der damaligen deutschen Eigentümer geschah, bleibt offen.

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