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AfD-Politiker Siegmund distanziert sich nach Merseburg-Vorfall von Streamer „Aktivist Mann“

Nach einem Vorfall bei einer AfD-Veranstaltung in Merseburg, bei dem der YouTuber Matthäus Westfal einen Spiegel-TV-Reporter bedrängte, reagiert die Partei. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund kündigt Regeln für Berichterstatter an, während andere AfD-Politiker den Streamer als „agent provocateur“ bezeichnen.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Nach einem Zwischenfall bei einer AfD-Veranstaltung in Merseburg hat sich der Spitzenkandidat der Partei in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, von dem YouTuber Matthäus Westfal, bekannt als „Aktivist Mann“, distanziert. Westfal hatte am Samstag ein Team von Spiegel TV bedrängt, einem Reporter einen Stoß versetzt und Sprechchöre wie „Der Spiegel muss weg“ und „Lügenpresse“ angestimmt. Siegmund betonte nun, es brauche Regeln für Berichterstatter, und kündigte Gespräche mit den Beteiligten an.

Der Vorfall in Merseburg ist nicht der erste dieser Art. Westfal, der sich selbst als „Gonzojournalist“ bezeichnet, war bereits in der Coronazeit bei Protesten präsent und reist nun von AfD-Veranstaltung zu AfD-Veranstaltung. In einem Livestream fragte er einen anderen YouTuber: „Was ist mit Dir los? Bist Du Jude, oder was?“ Zudem rempelte er zuvor an einem Stand der Linken an. Seine Auftritte sorgen zunehmend für Unmut innerhalb der AfD, die sich vor der Wahl um ein gemäßigtes Image bemüht.

Der AfD-Politiker Hans-Thomas Tilschneider, ein ehemaliges Mitglied des aufgelösten Höcke-Flügels, schrieb auf der Plattform X, er finde Westfal „unmöglich“ und vermutete, dieser könnte einen „Auftrag als agent provocateur“ haben. Tilschneider bezog sich dabei auf frühere Vorfälle, bei denen Westfal Interviews gestört haben soll. Das Posting wurde später gelöscht, eine Stellungnahme lehnte Tilschneider ab.

Siegmund selbst hatte Westfal noch eine Woche zuvor in einem Podcast gelobt und ihm gedankt, dass er den Wahlkampf „ungefiltert“ begleite. Auf Anfrage erklärte er jedoch, es sei wichtig, dass Live-Streams über lange Zeiträume erfolgen, um die Arbeitsweise öffentlich-rechtlicher Sender zu zeigen. Gleichzeitig müsse ein Niveau herrschen, „auf dem alle vernünftig arbeiten können“. Man habe sich bei AfD-Veranstaltungen an die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu halten, niemand werde mit Gewalt an seiner Arbeit gehindert.

Westfal ist kein Unbekannter für die Sicherheitsbehörden. Im Verfassungsschutzbericht 2022 von Nordrhein-Westfalen wird er als „relevanter Multiplikator in der Szene der Delegitimierer“ geführt, der Kontakte in weite Bereiche der rechtsextremistischen Szene halte. Bekannt wurde er durch Bilder vom 29. August 2020, als er an der Spitze von Demonstranten auf den Treppen des Reichstags stand und versuchte, das Gebäude zu stürmen. Dabei rief er den Polizisten zu: „Presse, wir sind Presse“, und dirigierte die Menge.

Die Kritik an Westfal kommt nicht nur aus den Reihen der AfD. Der Redaktionsleiter der „Altmark Zeitung“, Markus Wölk, nannte ihn kürzlich einen „YouTube-Dödel“ und verwies auf dessen Shirt mit dem Aufdruck „Remigration“, das aus dem Shop eines rechten Medienportals stammt. Westfal arbeitet auch für den „Deutschlandkurier“. Siegmund erklärte, man habe mit Westfal gesprochen und die Angelegenheit sei geklärt.

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