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Ukraine greift russischen Militärflugplatz und Raffinerie an

Ukrainische Drohnen haben einen Militärflugplatz in der Region Rostow und eine Ölraffinerie in Jaroslawl attackiert. Russland setzte gleichzeitig ballistische Raketen gegen Kiew ein, wo ein Wohnhaus und ein Bürogebäude beschädigt wurden.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht zum Mittwoch einen Militärflugplatz in der russischen Region Rostow angegriffen. Der ukrainische Telegramkanal Exilenova+ veröffentlichte Aufnahmen, die den Moment des Angriffs zeigen sollen. Ein weiteres Video desselben Kanals scheint eine zusätzliche Explosion an derselben Stelle zu dokumentieren. Die russischen Behörden bestätigten Drohnenangriffe, machten jedoch keine Angaben über mögliche Schäden.

Parallel dazu berichteten mehrere Telegramkanäle von Drohnen, die in das Industriegebiet der Ölraffinerie in Jaroslawl eingedrungen seien. Die Kanäle veröffentlichten Aufnahmen, die die Anlage nach Explosionen in Flammen zeigen. In jüngster Vergangenheit hatten ukrainische Drohnen bereits mehrfach Ölraffinerien in dieser Region attackiert. Die Angriffe auf russische Infrastruktur und Militäreinrichtungen setzen damit eine Serie von Aktionen fort, mit denen die Ukraine die logistischen Kapazitäten Russlands schwächen will.

Russland reagierte in derselben Nacht mit ballistischen Raketenangriffen auf die Ukraine. Nach Angaben militärnaher Telegramkanäle wurden gegen die Hauptstadt Kiew bis zu sechs umfunktionierte Anti-Schiffs-Raketen vom Typ Zirkon eingesetzt. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur hörte mehrere schwere Explosionen in der Stadt. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete von Schäden an einem Bürogebäude und einem Wohnhaus. Angaben zu Verletzten machte er zunächst nicht. Medienberichten zufolge kam es in einigen Stadtteilen am Ostufer des Dnipro zu Problemen mit der Wasserversorgung. Auch die Großstädte Dnipro und Saporischschja im Süden des Landes wurden nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe mit ballistischen Raketen angegriffen.

Bei einem russischen Drohnenangriff in der Nacht zum Mittwoch wurde in Kiew ein Lager mit dem Fundus des von Präsident Wolodymyr Selenskyj mitgegründeten Medienunternehmens «Kvartal 95» zerstört. «Damit haben wir eine große Menge an Kulissen, Kostümen und Gegenständen verloren, die zwanzig Jahre lang Teil unserer Konzerte, Fernsehsendungen, Filme und Serien waren», teilte das Unternehmen bei Facebook mit. Es handele sich nicht nur um einfache Dinge, sondern um die Geschichte des «Kvartals». Verletzte gab es bei dem Angriff nicht. Die Shows der Komödiantentruppe würden dennoch «mit oder ohne Requisiten» fortgesetzt, hieß es in der Mitteilung. «Denn Lachen ist heute auch ein Teil des Lebens.»

Unterdessen wies die Nato die Darstellung Russlands zurück, wonach das Militärbündnis die deutschen Erkenntnisse zu dem Sprengstoffdrohnenfund auf dem Flughafen Leipzig/Halle anzweifelt. «Die Behauptung des russischen Geheimdienstes, wonach die Nato keine Belege für eine russische Beteiligung an dem Drohnenvorfall in Leipzig gefunden habe, ist absurd», sagte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Geheimdienstexperten der Nato seien wie Deutschland zu dem Schluss gekommen, dass Russland hinter dem hybriden Angriff am 4. August stecke. «Russland hat nachweislich immer wieder versucht, verbündete Staaten zu destabilisieren und uns davon abzubringen, die Ukraine zu unterstützen», fügte der Bündnissprecher hinzu. Das rücksichtslose Vorgehen Russlands sei gefährlich, man werde sich aber nicht davon abbringen lassen, die Ukraine weiter zu unterstützen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet neue westliche Unterstützungspakete, darunter vor allem Mittel zur Flugabwehr. «Wir bereiten neue Treffen mit unseren Partnern in den USA vor», sagte er in einer Videobotschaft. Bei den Beratungen werde es um Schritte hin zu einem Frieden mit Russland, die Probleme der ukrainischen Energiewirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Waffen gehen. Auch Gespräche über das in Entwicklung befindliche System zur Abwehr ballistischer Raketen Freyja seien geplant.

Der russische Staatschef Wladimir Putin stellte die kommende Parlamentswahl als Symbol der Einigkeit seines kriegführenden Landes dar. «Die Teilnahme an den Wahlen ist unser gemeinsamer Beitrag zum Sieg Russlands», sagte er in einer Videoansprache. Die Wahl solle zeigen, «dass hinter unseren Kämpfern Millionen Menschen stehen, dass wir ein geeintes Volk sind». Er gehe davon aus, dass die «würdigsten Kandidaten» gewinnen.

Nach Angaben russischer Militärblogger und des tschetschenischen Generals Apti Alaudinow ist der russische Generalmajor Anton Grinus getötet worden. Grinus, Kommandeur der 4. motorisierten Garde-Schützenbrigade, war erst am 27. August mit dem Titel «Held Russlands» ausgezeichnet worden. Die genauen Umstände seines Todes sind bislang unklar. Berichte bringen ihn mit ukrainischen Angriffen in den besetzten Gebieten Luhansk und Donezk in Verbindung. Anfang Juli hatte Grinus die Einnahme der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka an Putin gemeldet. Die ukrainische Seite und westliche Militärbeobachter bestreiten jedoch, dass die Stadt vollständig unter russischer Kontrolle steht.

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