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Indigenes Drama «How We Stand» feiert Premiere beim TIFF

Das Drama «How We Stand» von Marie Clements feiert am Wochenende seine Premiere beim Toronto International Film Festival. Der Film erzählt von vier indigenen Schwestern, deren Leben durch staatliche Umsiedlungspolitik geprägt wird, und vereint ein Ensemble aus Amber Midthunder, Cara Jade Myers, Alyssa Wapanatâhk und Isabel Deroy-Olson.

Das Filmdrama «How We Stand» feiert an diesem Wochenende seine Weltpremiere beim Toronto International Film Festival (TIFF). Der Film von Autorin und Regisseurin Marie Clements basiert auf ihrem eigenen Theaterstück «Tombs of the Vanishing Indian» und erzählt die Geschichte von vier indigenen Schwestern, deren Leben durch staatliche Politik und die daraus resultierende Trennung geprägt ist.

Im Mittelpunkt steht eine alleinerziehende Mutter, gespielt von Cara Jade Myers, die in den 1950er Jahren in Oklahoma lebt. Gemeinsam mit ihren drei Töchtern nimmt sie am sogenannten Native American Relocation Program teil und zieht nach Los Angeles in der Hoffnung auf berufliche Perspektiven und Stabilität. Stattdessen erleben sie das Gegenteil: Ein traumatisches Ereignis im betonierten Flussbett des Los Angeles River verändert das Leben der Familie nachhaltig und wird für die Schwestern zu einem zentralen Bezugspunkt ihrer gemeinsamen Geschichte.

Nach dem traumatischen Erlebnis werden die Schwestern in verschiedene Pflegefamilien aufgeteilt. Der Film springt zwanzig Jahre in die Zukunft und zeigt die drei Töchter als junge Frauen, deren Lebenswege sich grundlegend unterscheiden. Jessie, verkörpert von Amber Midthunder, ist Ärztin und steht kurz vor dem Antritt einer neuen Stelle in einer Klinik, wo sie gemeinsam mit ihrem Ehemann arbeiten wird. Ihre Schwester Miranda, gespielt von Alyssa Wapanatâhk, ist als Aktivistin tätig und versucht sich parallel als Schauspielerin. Die jüngste Schwester Janey, dargestellt von Isabel Deroy-Olson, befindet sich in einer emotionalen Krise und leidet unter einem Trauma, das sie nicht in Worte fassen kann.

Obwohl die Lebensrealitäten der drei Frauen unterschiedlich sind, werden sie alle von historischen Ungerechtigkeiten und den langfristigen Folgen staatlicher Eingriffe in indigene Familienstrukturen überschattet. Der Film verknüpft dabei dokumentarische Genauigkeit mit magischem Realismus und setzt gezielt humorvolle Akzente, unter anderem durch eine satirische Auseinandersetzung mit dem klassischen Hollywood-Western. Marie Clements gelingt damit ein vielschichtiges Porträt über erzwungene Trennung und die Suche nach Verbindung.

Das Ensemble des Films vereint mehrere Darstellerinnen, die bereits durch prominente Produktionen bekannt sind. Amber Midthunder wurde einem breiten Publikum durch ihre Hauptrolle im Science-Fiction-Film «Prey» bekannt. Cara Jade Myers war in Martin Scorseses «Killers of the Flower Moon» zu sehen. Alyssa Wapanatâhk spielte in der Realverfilmung «Peter Pan & Wendy», und Isabel Deroy-Olson wirkte in «Fancy Dance» mit. Regisseurin Marie Clements ist keine Unbekannte beim TIFF: Bereits 2022 präsentierte sie dort ihr Werk «Bones of Crows».

«How We Stand» versteht sich als zeitgemäßer Beitrag über die anhaltenden Auswirkungen von Assimilationspolitik auf indigene Gemeinschaften. Die Geschichte ist von wahren Ereignissen inspiriert und beleuchtet, wie staatliche Programme zur Umsiedlung und Assimilation das Leben ganzer Familien über Generationen hinweg prägten. Der Film feiert seine Premiere in Toronto und dürfte dort sowohl für sein Ensemble als auch für seine thematische Tiefe Beachtung finden.

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