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KI plante die Tour – dann saßen drei Bergsteiger am Mount Shasta fest

Drei junge Anfänger vertrauten bei Route und Proviant stark auf künstliche Intelligenz. Aus einer geplanten Acht-Stunden-Tour wurde eine Rettungsaktion über mehrere Tage.

Трое туристов заблудились на Шасте после советов искусственного интеллекта

Photo: Mike Doukas / U.S. Geological Survey · Public domain · rights

Künstliche Intelligenz kann in Sekunden eine Packliste schreiben und eine Route zusammenfassen. Am Mount Shasta in Kalifornien hat sich gezeigt, wie gefährlich es werden kann, wenn aus so einer Antwort ein Plan wird, dem niemand mehr ernsthaft widerspricht.

Drei junge, unerfahrene Bergsteiger aus Roseville starteten Ende August zu einer Besteigung des Mount Shasta. Am 29. August richteten sie auf etwa 2.560 Metern Höhe ein Basislager an der Clear-Creek-Route ein. Gegen 3 Uhr morgens am nächsten Tag gingen sie mit Tagesrucksäcken los. Die Tour war für ungefähr acht Stunden kalkuliert, auch Essen und Wasser waren entsprechend knapp bemessen.

Der Zeitplan hielt nicht. Gegen Mittag waren die drei noch nicht am Gipfel. Genau zu diesem Zeitpunkt empfiehlt die lokale Bergrettungs- und Lawineninformation, umzudrehen, wenn das Ziel noch nicht erreicht ist. Der Grund ist simpel: Auch der Abstieg dauert Stunden, und im Dunkeln wird die Orientierung auf dem Berg deutlich schwieriger.

Die Gruppe ging trotzdem weiter und erreichte den Gipfel erst gegen 19 Uhr. Danach begann der Abstieg bei Dunkelheit. Etwa eine Stunde später riefen die Männer die Leitstelle des Siskiyou County an und fragten nach dem richtigen Weg. Kurz darauf verließen sie die Clear-Creek-Route und gerieten in den Mud Creek Canyon.

Dort stürzte einer der Bergsteiger und verletzte sich am Knie. Die Gruppe konnte nicht normal weitergehen und musste die Nacht im steilen Gelände verbringen. Am nächsten Morgen erreichten Kletter-Ranger des U.S. Forest Service die Männer, versorgten die Verletzung und wurden von freiwilligen Such- und Rettungskräften des Countys unterstützt. Schließlich kamen alle zurück zum Ausgangspunkt.

Erst nach der Rettung wurde klar, wie stark künstliche Intelligenz in die Vorbereitung eingeflossen war. Die Männer sagten einem Deputy, sie hätten sich bei Route und Ausrüstung stark darauf verlassen. Das Sheriff’s Office bezeichnete das als kritischen Fehler. Die KI habe deutlich weniger Essen und Wasser empfohlen, als die Gruppe dann brauchte, nachdem aus der geplanten Acht-Stunden-Tour ein mehrtägiger Notfall geworden war.

Dazu kam ein zweites Problem, das viele von alltäglichen Touren kennen: Technik fällt aus. Laut San Francisco Chronicle ging das Handy leer, das zur Navigation genutzt wurde, und auch eine Powerbank half nicht weiter.

Die Clear-Creek-Route gilt zwar als der einfachste nichttechnische Aufstieg am Mount Shasta. Die offizielle Beschreibung warnt aber ausdrücklich davor, das mit einem leichten Spaziergang zu verwechseln. Wer von der Route abkommt, kann in steileres Gelände mit Gletschern und Steinschlag geraten. Für viele Bergsteiger ist die Strecke eher eine Zwei- oder Drei-Tage-Tour als ein schneller Tagestrip.

Die Lektion ist deshalb nicht, jede KI aus der Reiseplanung zu verbannen. Sie kann helfen, Fragen zu sortieren oder erste Informationen zu sammeln. Aber sobald eine Tour von Wasser, Wetter, Kondition, Navigation und Tageslicht abhängt, braucht es aktuelle lokale Quellen und Reserven.

Wer in die Berge geht, sollte vor dem Start wissen, wann er umdreht, was passiert, wenn das Handy ausfällt und ob Essen, Wasser und Kleidung auch für eine ungeplante Nacht reichen. Der Gipfel bleibt am nächsten Tag noch da. Eine Batterie, ein Knie oder das Tageslicht warten nicht.

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