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Star Wars Zero Company verkauft sich schätzungsweise eine Million Mal

Das Strategiespiel Star Wars Zero Company von Bit Reactor hat sich laut Schätzungen rund eine Million Mal verkauft, fast 70 Prozent davon auf Steam. Das Team aus ehemaligen XCOM-Entwicklern hatte vor dem Launch mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen.

Das Strategiespiel Star Wars Zero Company hat sich Schätzungen zufolge rund eine Million Mal verkauft. Der Großteil der Verkäufe entfällt auf den PC-Vertriebskanal Steam, wie der Analyst Rhys Elliott von Alinea Analytics in sozialen Medien mitteilte. Demnach gingen 69,9 Prozent der Verkäufe auf das Konto von Steam, 19,9 Prozent entfielen auf die PlayStation und 10,2 Prozent auf Xbox beziehungsweise Xbox PC.

Elliott zufolge hat das Spiel seit dem Launch im vergangenen Monat rund 50 Millionen US-Dollar Umsatz generiert. Das Ergebnis sei «respektabel für dieses Genre und in einer so überfüllten Phase», sagte der Analyst – selbst mit der Marke Star Wars im Rücken. Ob das den Erwartungen von Publisher EA entspricht, bleibt offen. Das Unternehmen hat bislang keine offiziellen Verkaufszahlen vorgelegt und sich nicht zur kommerziellen Performance des Titels geäußert. Nach dem Rückzug von der Börse ist EA nicht mehr verpflichtet, Umsatzahlen öffentlich zu machen, sodass eine offizielle Bestätigung der Schätzungen unwahrscheinlich ist.

Entwickelt wurde Zero Company von Bit Reactor, einem Studio, das aus ehemaligen XCOM-Machern bei Firaxis besteht. Das Team hatte bereits vor dem Release mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Wie das Studio mitteilte, wurden «viele Mitarbeiter» beurlaubt, bevor das Spiel überhaupt erschien. Einem Bericht zufolge ging dem Studio kurz vor dem Launch seines ersten Spiels das Geld aus. Bit Reactor bezeichnete die Entscheidung als «schwierig» und betonte, sie sei gefallen, bevor absehbar war, wie der Launch verlaufen würde. Weder EA noch Disney, Inhaber der Star-Wars-Rechte, hätten darauf Einfluss genommen. Dem Bericht zufolge waren 80 Prozent der Belegschaft von der Maßnahme betroffen, sodass nur ein Rumpfteam blieb, um nach dem Release auftretende Fehler zu beheben.

Ein weiterer Faktor, der die Verkaufszahlen begrenzt, ist laut Elliott die regionale Reichweite. «Es ist SO GUT, aber es ist Nische», sagte er. Wie bei vielen Star-Wars-Spielen sei Zero Company vor allem im Westen populär. 90 Prozent der Spieler stammen aus Nordamerika oder Europa, weniger als fünf Prozent aus Asien. Auf Steam liegen die chinesischen Nutzerbewertungen bei 57 Prozent positiven Rückmeldungen, verglichen mit einem globalen Durchschnitt von 82 Prozent. Viele chinesische Spieler bemängeln das Fehlen von Sprachausgabe und Lokalisierungsoptionen. Star Wars habe in Asien zwar traditionell weniger Zugkraft als im Westen, doch eine fehlende Lokalisierung verstärke diesen Effekt zusätzlich.

Der bislang letzte Patch für Zero Company erschien am 10. September. Seitdem hat sich das Studio nicht mehr öffentlich geäußert. Die Fachpresse bewertete das Spiel überwiegend positiv: Die Rezension von IGN vergab 9 von 10 Punkten und lobte Zero Company als «exzellentes Taktikspiel», das die cineastische Anmutung der Star-Wars-Jedi-Spiele von Respawn aufgreife und starke Figuren sowie eine Geschichte biete, die erfrischend auf Nicht-Machtnutzer und einen untypischen Antagonisten setze.

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