Wireva

40 Billionen Dollar sind noch nicht offiziell erreicht

Der jüngste verfügbare tägliche Schuldenmonitor des US-Kongresses steht bei 39,588 Billionen Dollar. Die langfristige Belastung wächst trotzdem deutlich, vor allem durch Defizite und Zinsen.

США подошли к $40 трлн долга: что известно точно

Loren / Wikimedia Commons · Public domain · rights

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OU erstellt.

In sozialen Netzwerken kursiert die Aussage, die US-Staatsverschuldung habe offiziell 40 Billionen Dollar überschritten. Der jüngste verfügbare tägliche Schuldenmonitor des Joint Economic Committee im Kongress weist jedoch für den 20. Juli 2026 einen Bruttoschuldenstand von 39,588 Billionen Dollar aus.

Der Unterschied ist klein genug, um die 40-Billionen-Marke zu einem naheliegenden nächsten Meilenstein zu machen, aber groß genug, um zwischen einer Prognose und einem offiziellen Messwert zu unterscheiden. Im Juli schätzte der Ausschuss, dass die Marke bei Fortsetzung des durchschnittlichen Tempos der vorangegangenen drei Jahre ungefähr am 8. oder 9. Oktober erreicht werden könnte.

Von den 39,588 Billionen Dollar entfielen etwa 31,818 Billionen auf Schulden in öffentlicher Hand. Rund 7,771 Billionen Dollar waren innerstaatliche Bestände. Das Finanzministerium zählt beide Komponenten zur Bruttoverschuldung, doch für die Wirkung auf Kapitalmärkte steht meist der öffentlich gehaltene Teil im Vordergrund.

Staatsschulden funktionieren zudem nicht wie ein privater Ratenkredit. Das Treasury verkauft regelmäßig kurz-, mittel- und langfristige Wertpapiere. Wenn alte Papiere fällig werden, zahlt der Staat sie zurück und kann zugleich neue Wertpapiere ausgeben. Ein Teil der Finanzierung wird auf diese Weise laufend refinanziert.

Das nimmt dem Problem aber nicht seine Bedeutung. Das Congressional Budget Office erwartet 2026 ein Haushaltsdefizit von 1,9 Billionen Dollar. Bis 2036 wächst das Defizit in der Basisprojektion auf 3,1 Billionen Dollar. Die öffentlich gehaltenen Schulden steigen von 101 Prozent des BIP 2026 auf 120 Prozent 2036 und in der Langfristprojektion auf 175 Prozent im Jahr 2056.

Der Rechnungshof GAO spricht von einem nicht nachhaltigen Fiskalpfad. Besonders deutlich wird das bei den Zinsen: Im Haushaltsjahr 2025 waren die Nettozinsausgaben des Bundes bereits höher als die Ausgaben für die nationale Verteidigung. Der durchschnittliche Zinssatz auf marktfähige Staatsschulden lag im Juni 2026 bei 3,411 Prozent.

Die oft erzählte Ausnahme aus dem Jahr 1835 ist historisch belegt. Andrew Jackson übernahm 1829 bei etwas mehr als 58 Millionen Dollar Staatsschuld das Präsidentenamt. Sechs Jahre später war die Schuld vollständig getilgt. Das US-Finanzministerium bezeichnet diesen Moment als das erste und einzige Mal, dass die nationale Schuld vollständig verschwand.

Der Vergleich hat Grenzen. Die heutige US-Wirtschaft, der Bundeshaushalt und der globale Markt für Treasury-Papiere haben mit der Finanzordnung der 1830er Jahre nur wenig gemeinsam. Ein moderner Staat muss nicht zwingend schuldenfrei sein, um zahlungsfähig und wirtschaftlich stabil zu bleiben.

Ebenso ungenau ist die Behauptung, Ökonomen seien sich einig, dass die Schulden niemals auf null sinken könnten. CBO macht deutlich, dass langfristige Prognosen von Gesetzen, Politik und wirtschaftlichen Bedingungen abhängen. Anfang 2000 diskutierte das Finanzministerium selbst noch einen möglichen Weg zur vollständigen Tilgung der öffentlich gehaltenen Schulden.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob die USA noch einmal 1835 wiederholen. Entscheidend ist, ob Washington die Defizite reduziert und den Anstieg der Zinskosten so begrenzt, dass die Schulden langfristig nicht immer schneller wachsen als die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.

Same event, other desks

Story file →