Wer auf dem PC spielt, kann bei Spielen deutlich weniger zahlen als auf Konsolen – vorausgesetzt, man nutzt die richtigen Werkzeuge. Während Sony und Nintendo für neue Titel oft 70 Pfund und mehr verlangen, sind auf dem PC selbst zum Start selten mehr als 45 Pfund fällig. In Sale-Zeiten fallen die Preise noch einmal deutlich. Wer beim Steam-Sale und darüber hinaus sparen will, sollte einige einfache Regeln befolgen.
Die wichtigste Grundlage ist eine gut gefüllte Wunschliste. Auch Spiele, die nur vage interessant erscheinen, gehören in die Steam-Wunschliste. Das hat zwei Vorteile: Man erhält Benachrichtigungen, sobald ein Titel günstiger wird, und die Wunschliste lässt sich nach Rabatten, Genre und Höhe des Nachlasses filtern. Wer die Liste groß genug hält, verpasst kaum einen Preissturz.
Zusätzlich lohnt es sich, die Preisarbeit anderen zu überlassen. Vergleichsseiten wie IsThereAnyDeal verfolgen die Preise über viele Shops hinweg und zeigen an, ob ein Spiel gerade ungewöhnlich günstig ist oder früher schon billiger war. Die dort gelisteten Händler sind geprüfte Geschäfte, keine zwielichtigen Key-Reseller. Wer ein Konto anlegt, kann seine Steam-Wunschliste verknüpfen und sich über Angebote auf allen erfassten Plattformen informieren lassen. Beim Kauf sollte man prüfen, ob es sich um einen Steam-Key handelt – es sei denn, GOG oder Epic sind ebenfalls in Ordnung.
Auch ein Blick in Bundle-Shops kann sich lohnen. Anbieter wie Fanatical, Humble, Green Man Gaming und Digiphile schnüren regelmäßig Pakete mit Steam-Spielen. Die Rabatte sind oft so hoch, dass ein eigentlich gewünschter Titel zusammen mit mehreren anderen Spielen günstiger ist als der Einzelkauf. Das Humble Choice-Abo, betrieben von IGN, sammelt zusätzlich einen Rabatt von bis zu 20 Prozent nach einem Jahr an, der sich mit den regulären Shop-Rabatten stapelt. So sind bei einem brandneuen AAA-Titel mitunter 30 Prozent oder mehr Nachlass drin, bevor das Spiel überhaupt erscheint.
Kostenlose Spiele sind ebenfalls ein wichtiger Baustein. Besonders der Epic Games Store verschenkt regelmäßig Titel – oft zwei pro Woche, in der Weihnachtszeit sogar täglich. Zu den Gratisaktionen gehörten bereits Death Stranding: Director’s Cut, A Plague Tale: Innocence und die komplette Batman-Arkham-Trilogie. Steam verteilt seltener etwas, aber auch dort gibt es gelegentlich Geschenke. Vergleichsseiten erfassen auch diese Aktionen, sodass ein kurzer wöchentlicher Check genügt, um die Bibliothek zu erweitern.
Wer viel vergleicht und Freebies mitnimmt, sammelt Spiele über Steam, GOG, Epic, Itch und weitere Plattformen an. Dann wird es schwierig, den Überblick zu behalten. Für Windows empfiehlt sich die kostenlose Open-Source-Anwendung Playnite, die Spiele aus verschiedenen Stores zusammenführt und ohne Umwege installieren und starten kann. Eine Linux-Version ist geplant; bis dahin übernimmt der Heroic Games Launcher diese Aufgabe.
Mit diesen Methoden lassen sich beim PC-Spielekauf erhebliche Summen sparen. Die größte Herausforderung bleibt allerdings der stetig wachsende Stapel aus Bundles und Spontankäufen – eine Lösung dafür ist noch nicht in Sicht.