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Capcom plant Crossover zwischen Resident-Evil-Remakes und neuen Teilen

Capcom bereitet seit Resident Evil Village einen Crossover zwischen den Remakes und den neuen Teilen der Reihe vor. Produzent Jun Takeuchi erklärt, wie Umbrella, Spencer und Raccoon City als Bausteine für die Zukunft dienen.

Capcom hat einen konkreten Plan für den Moment, in dem die Resident-Evil-Remakes zeitlich zu den neueren Teilen der Serie aufschließen. Das geht aus Äußerungen von Jun Takeuchi hervor, einem langjährigen Capcom-Veteranen und ausführenden Produzenten der Reihe. Takeuchi spricht in dem in Japan erschienenen Biohazard-30th-Anniversary-Special-Magazin über die Zukunft der Serie und beschreibt eine Entwicklung, die das Unternehmen seit Resident Evil Village gezielt vorantreibt.

Die aktuelle Resident-Evil-Serie werde auf zwei Gleisen entwickelt, so Takeuchi. Die nummerierten Hauptteile erzählen demnach die fortlaufende Handlung der Serie, während die Remakes die Vergangenheit erlebbar machen. Irgendwann werde die Remake-Reihe die Ära der nummerierten Titel eingeholt haben. «Wir denken bereits darüber nach, was wir tun werden, wenn dieser Fall eintritt», erklärt Takeuchi. «Tatsächlich bereiten wir uns seit etwa Resident Evil Village schrittweise darauf vor.»

Als konkrete Hinweise auf diese Vorbereitung nennt Takeuchi das Auftauchen von Namen wie Umbrella und Spencer sowie die Rückkehr von Raccoon City in Resident Evil Requiem. Diese Elemente seien ursprünglich als Fan-Service gedacht gewesen. Die Spielerinnen und Spieler hätten jedoch weit begeisterter reagiert als erwartet und begonnen, die Gedanken des Entwicklungsteams zu analysieren. «Als Serie haben wir uns entschieden, auf die Erwartungen der Nutzer zu reagieren und dieses Setup in Village und Requiem weiter voranzutreiben», so Takeuchi.

Der Produzent bezeichnet Resident Evil 7 als Wendepunkt für die Serie. Während der Entwicklung dieses Teils seien die Pläne für die Neuauflagen älterer Spiele konkret geworden. Bislang hat Capcom die Remakes von Resident Evil 2, 3 und 4 veröffentlicht, die allesamt großen Erfolg hatten. Für das kommende Jahr ist eine Neuauflage von Code Veronica geplant. Berichten zufolge soll 2028 ein Remake von Resident Evil 0 folgen, auch ein Remake des ersten Teils wurde bereits erwogen.

Damit blieben von den Hauptteilen nur noch Resident Evil 5 und 6 als Kandidaten für Neuauflagen übrig. Beide wären aus unterschiedlichen Gründen heikel. Resident Evil 5 verkaufte sich zwar sehr gut, besonders im Anschluss an das hochgelobte Resident Evil 4, doch eine Neuauflage würde Capcom mit der Kontroverse um das afrikanische Setting und die Begleitfigur Sheva konfrontieren. Resident Evil 6 wiederum, das eine Reihe von Protagonisten versammelte, gilt unter Fans als schwächster Teil der Reihe. Eine Neuauflage könnte hier eine Chance zur Rettung sein.

Interessanter als die Frage nach einzelnen Remakes ist jedoch Capcoms Andeutung, dass die Neuauflagen gezielt Ideen säen, die in den neueren Titeln wieder aufgegriffen werden. Wenn der Zeitpunkt des Crossovers gekommen ist, sollen diese Fäden zusammenlaufen. Nach 30 Jahren Seriengeschichte ist das nachvollziehbar: Kaum jemand kann sich alle Handlungsdetails der frühen Teile merken, ohne sie erneut spielen zu können.

Takeuchi ließ offen, welche Form der Crossover annehmen wird und wann er stattfindet. Resident Evil Requiem hat bereits eine Brücke zwischen den Epochen geschlagen, indem der klassische Held Leon S. Kennedy dort eine Co-Hauptrolle an der Seite der neuen Protagonistin Grace Ashcroft übernimmt. Auch der Titel selbst ist laut Takeuchi mehrdeutig: Die Schreibweise REQUIEM enthalte neben der Bedeutung des Wortes auch ein «RE» für Response und ein «Q» für Question. Requiem stelle somit zugleich eine Antwort und eine Frage dar. Die Bedeutung wolle er zu einem späteren Zeitpunkt erklären.

Das einzige offiziell bestätigte Resident-Evil-Spiel in Entwicklung ist derzeit Resident Evil Veronica, ein Remake von Resident Evil – Code: Veronica. Bis die Remake-Reihe die Gegenwart der nummerierten Titel erreicht, dürften noch einige Jahre vergehen. Capcom hat jedoch nach eigener Aussage schon jetzt damit begonnen, sich auf diesen Moment vorzubereiten.

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