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Trump und das Kennedy Center: Namensstreit und Abrissgedanken

Donald Trump hat das Kennedy Center in Washington umbenannt, musste den Namen nach einer Gerichtsentscheidung aber wieder entfernen lassen. Nun denkt er offenbar über einen Abriss des Gebäudes nach, das seit Juli geschlossen ist.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Donald Trump hat nach einer Niederlage vor Gericht offenbar kein Interesse mehr am Kennedy Center in Washington. Der US-Präsident hatte das nationale Kulturzentrum zuvor in «Donald J. Trump und John F. Kennedy Center of the Performing Arts» umbenannt, musste den Zusatz seines eigenen Namens nach einer Entscheidung eines US-Bundesrichters jedoch wieder entfernen lassen. Seitdem sinnt Trump laut über einen Abriss des Gebäudes nach.

Das Kennedy Center wurde 1971 eröffnet und ist nach dem ermordeten Präsidenten John F. Kennedy benannt. Es gilt als das nationale Kulturzentrum der USA und ist ein Ort für Oper, Schauspiel, klassische Musik, Comedy und Popkultur. Dort treten internationale Stars auf, und jährlich werden Persönlichkeiten aus Kultur und Wirtschaft geehrt – darunter Bob Dylan, George Clooney, Led Zeppelin und die Opernsängerin Renée Fleming. Trump störte sich offenbar an der liberalen und unabhängigen Ausrichtung der Institution. Er entließ den Vorstand, übernahm selbst den Vorsitz und besetzte das Kuratorium mit Gefolgsleuten.

Nach der gerichtlichen Rücknahme der Umbenennung erklärte Trump, kein Interesse mehr an dem Center zu haben, das ohnehin nichts tauge. Seit Juli ist das Gebäude geschlossen, offiziell wegen Renovierungsarbeiten. Der Präsident spielt jedoch mit dem Gedanken, das Bauwerk abreißen zu lassen. Bereits beim Abriss des Ostflügels des Weißen Hauses hatte Trump gezeigt, dass er vor drastischen Eingriffen in historische Gebäude nicht zurückschreckt.

Die Auseinandersetzung um das Kennedy Center ist Teil einer Reihe von Selbstinszenierungen, die Trump auf der Plattform Truth Social verbreitet. Dort teilt er KI-generierte Bilder, die ihn neben George Washington zu Pferd, an der Seite der Generäle George Patton und Douglas MacArthur oder als Kommandeur auf einem Flugzeugträger zeigen. Auch Szenen, in denen er zu seinem Lieblingshit «YMCA» tanzt oder im Armdrücken gegen Hulk Hogan gewinnt, gehören dazu. Diese Darstellungen wirken wie ein Fenster in sein Selbstbild – und sie nehmen zu, je weniger ihm politisch zu gelingen scheint.

Beobachter sehen darin ein Muster: Je größer die Misserfolge, desto stärker der Drang zur Selbstvergrößerung. Der Iran-Konflikt, die Ukraine, Spannungen mit Kanada, der Popularitätsabfall, Gaza, Grönland und der Aufstieg Chinas – in vielen Bereichen läuft es für Trump derzeit nicht nach Wunsch. Psychologen und andere Experten sind sich weitgehend einig, dass es sich bei dem 80-Jährigen um einen seelischen Sonderfall handelt. Sein Verhalten erinnert an historische Parallelen: Richard Nixon sprach mit den Präsidentenporträts im Weißen Haus, John F. Kennedys Affären wurden erst nach seinem Tod bekannt. Trump jedoch inszeniert seine Selbstbewunderung live und öffentlich – bis hin zur symbolischen Gleichstellung mit Jesus.

Für die kommenden Monate bleibt abzuwarten, ob Trump seine Drohung wahr macht und das Kennedy Center tatsächlich abreißen lässt. Sollte er die Zwischenwahlen im November verlieren, hätte er noch zwei Jahre im Amt – und die Öffentlichkeit die beklemmende Aufgabe, ihn in der Wirklichkeit und in seiner Selbstverblendung ernst zu nehmen. Das Kennedy Center steht dabei exemplarisch für einen Präsidenten, der Institutionen, die sich ihm verweigern, nicht reformieren, sondern auslöschen will.

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