Gilbert Trejo hat seinen Vater Danny Trejo gegen die wachsende Kritik an dessen Beteiligung am kommenden Film «Pawn Shop» des konservativen Medienunternehmens Daily Wire verteidigt. In einem am Wochenende veröffentlichten Statement erklärte der Sohn des Schauspielers, sein Vater habe von Ben Shapiro und dessen politischer Ausrichtung nichts gewusst, als er die Rolle annahm. Erst zwei Wochen nach Produktionsbeginn habe Danny Trejo erfahren, mit wem er es zu tun habe.
«Er hatte noch nie von Ben Shapiro gehört», schrieb Gilbert Trejo nach Angaben mehrerer US-Medien. Der Schauspieler sei sich über die politische Stoßrichtung des Projekts und die Kontroversen um den Daily-Wire-Gründer nicht im Klaren gewesen. Die Enthüllung über die Produktionsfirma und deren Ausrichtung sei für ihn ein Schock gewesen, so der Sohn weiter.
Besonders brisant: Gilbert Trejo zufolge ist sein Vater vertraglich daran gebunden, sich nicht negativ über Shapiro oder das Filmprojekt zu äußern. «Er ist an dieses dumme Projekt gefesselt», sagte Gilbert Trejo. Diese Vertragsklausel erkläre, warum der Schauspieler selbst bislang nicht öffentlich Stellung bezogen habe. Danny Trejo könne sich nicht frei äußern, ohne rechtliche Konsequenzen zu riskieren.
Der Film «Pawn Shop» wird von Daily Wire und Bonfire Legend produziert. Daily Wire ist das Medienunternehmen des konservativen Kommentators Ben Shapiro, der auch als politischer Aktivist in Erscheinung tritt. Das Projekt wird in der Öffentlichkeit als explizit einwanderungsfeindlich und als Unterstützung für die Politik der US-Einwanderungsbehörde ICE wahrgenommen. Die Ankündigung, dass Danny Trejo, ein Schauspieler mit mexikanisch-amerikanischen Wurzeln, in einem solchen Film mitspielt, hatte in den sozialen Medien und der Filmbranche für erhebliche Empörung gesorgt.
Danny Trejo ist bekannt für seine Rollen in Actionfilmen und als Darsteller in Produktionen, die oft lateinamerikanische Perspektiven zeigen. Sein öffentliches Image ist eng mit seiner Herkunft und seinem Einsatz für die hispanische Community verbunden. Die Beteiligung an einem Film, der als gegen Einwanderer gerichtet gilt, wird von vielen Fans und Kollegen als Widerspruch zu seinem bisherigen Auftreten gesehen.
Die Verteidigung durch seinen Sohn wirft ein Schlicht auf die Vertragsmechanismen in der Filmindustrie. Schauspieler verpflichten sich häufig, während der Produktion und in der Vermarktungsphase nicht negativ über das Projekt zu sprechen. Im Fall von «Pawn Shop» scheint diese Klausel besonders restriktiv zu sein, da sie sich auch auf die politische Haltung des Produzenten erstreckt. Gilbert Trejo betonte, sein Vater habe keine Möglichkeit, sich aus dieser Situation zu befreien, ohne gegen vertragliche Pflichten zu verstoßen.
Ob Danny Trejo selbst noch das Wort ergreifen wird, ist unklar. Bis dahin bleibt die Debatte über die Verantwortung von Künstlern in politisch aufgeladenen Projekten bestehen. Der Fall zeigt, wie schwer es für Schauspieler sein kann, sich von Produktionen zu distanzieren, sobald Verträge unterzeichnet sind. Für Danny Trejo bedeutet das, dass er an ein Projekt gebunden bleibt, das er nach Aussage seines Sohnes nicht vollständig überblickt hat.