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Russland erweitert Startplätze für Langstreckendrohnen

Mindestens zehn Standorte mit neuer oder ausgebauter Infrastruktur wurden in offenen Quellen identifiziert. Die Anlagen dienen bereits Angriffen auf die Ukraine und erhöhen zugleich das NATO-Risiko.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Russland baut im Westen des Landes sein Netz für weitreichende Angriffsdrohnen aus. Satellitenbild-Auswertungen und offene Tracking-Daten zeigen neue oder erweiterte Startinfrastruktur an mindestens zehn Standorten nahe der Ukraine und Belarus. Ein Teil dieser Anlagen wird bereits für Angriffe auf die Ukraine genutzt.

The War Zone berichtet unter Berufung auf die Analysefirma DroneSec von Dutzenden neuen Startschienen. Sieben der zehn identifizierten Standorte waren demnach bereits mit russischen Angriffen auf ukrainische Ziele verbunden. Das Institute for the Study of War bewertet den Ausbau vor allem als Versuch, größere und stärker verteilte Drohnenangriffe gegen die Ukraine zu ermöglichen.

Diese Einordnung ist wichtig, weil in sozialen Netzwerken eine weitergehende Behauptung verbreitet wird: Die Anlagen seien nur für Schläge gegen NATO-Staaten sinnvoll. Dafür gibt es keine belastbaren Belege. Ihre gegenwärtige Nutzung zeigt vielmehr, dass sie Teil des laufenden russischen Luftkriegs gegen die Ukraine sind.

Gleichzeitig erweitert die Lage der Standorte die militärischen Optionen Russlands. Langstreckendrohnen aus dem westlichen Russland könnten im Fall einer Eskalation zusätzliches NATO-Gebiet erreichen. NATO-Vertreter haben erklärt, dass das Bündnis die russischen Fähigkeiten zu weitreichenden Schlägen und den Drohneneinsatz eng beobachtet.

Die Sorge in Europa speist sich nicht nur aus der neuen Infrastruktur. Reuters berichtete, Polen und die baltischen Staaten hätten den Schutz von Energieanlagen und anderer kritischer Infrastruktur verstärkt, nachdem verbündete Nachrichtendienste vor möglichen russischen Provokationen gewarnt hätten. Zu den diskutierten Szenarien gehören inszenierte oder sogenannte False-Flag-Angriffe, bei denen ukrainische oder erbeutete Drohnen eingesetzt werden könnten, um die Urheberschaft zu verschleiern. Die Warnungen belegen jedoch nicht, dass eine solche Operation beschlossen oder unmittelbar bevorstehend ist. Der Kreml bezeichnete sie als Panikmache.

US-Geheimdienstbewertungen, über die CNN berichtete, halten es außerdem für möglich, dass Präsident Wladimir Putin den Zusammenhalt der NATO in den kommenden Jahren mit einer begrenzten Aktion testen könnte. Die Bandbreite reicht von Cyberangriffen bis zu einem kleinen militärischen Vorstoß. Ein konkreter, unmittelbar bevorstehender Angriff auf Polen wird daraus nicht abgeleitet.

NATO verstärkt unterdessen die Luft- und Raketenabwehr an der Ostflanke. Nach jüngsten russischen Luftraumverletzungen in Polen und Rumänien sprach das Bündnis von einem wachsenden Risiko und kündigte zusätzliche Schutzmaßnahmen an. Die neue Drohneninfrastruktur ist damit vor allem ein weiterer Baustein einer langfristigen europäischen Abschreckungsaufgabe — und zugleich ein unmittelbares Problem für die Ukraine.

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