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Vom Gegner zum Verbündeten und zurück: Die ganze Geschichte von Trump und Musk

Zehn Jahre lang schwankte das Verhältnis zwischen politischer Distanz, enger Zusammenarbeit und offener Feindschaft. 2026 reden Trump und Musk wieder regelmäßig miteinander.

Трамп и Маск восстановили отношения после конфликта, который казался окончательным

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Donald Trump und Elon Musk haben ein Verhältnis entwickelt, das sich kaum mit einem einzigen Begriff beschreiben lässt. Sie waren politische Gegner, Berater und Präsident, Wahlkampfpartner, Regierungsverbündete, öffentliche Feinde und nun wieder Gesprächspartner. Im August 2026 ist die jüngste Wende klar: Beide sprechen nach Recherchen des Wall Street Journal ungefähr einmal im Monat miteinander, und Musk bereitet erneut massive finanzielle Unterstützung für die Republikaner vor.

2016 begann die Geschichte mit Distanz. Musk sagte vor der Wahl, Trump sei nicht der richtige Mann für das Präsidentenamt. Nach Trumps Sieg trat er dennoch wirtschaftlichen Beratungsgremien bei. Er begründete dies damit, dass er innerhalb des Systems Einfluss auf Themen wie Klima und Einwanderung nehmen könne. Im Juni 2017 war diese Zusammenarbeit beendet: Nach dem Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen verließ Musk die Gremien.

Drei Jahre später klang Trump ganz anders. Er lobte Musk als großen amerikanischen Innovator und stellte sich im Mai 2020 hinter ihn, als Tesla während der Pandemie die Wiedereröffnung seines kalifornischen Werks durchsetzen wollte. 2022 folgte der nächste Bruch. Trump bezeichnete Musk im Streit um dessen Wahlverhalten als „bullshit artist“, Musk wiederum schrieb, Trump solle seinen Hut nehmen und die politische Bühne verlassen.

Auch 2023 war Musk noch kein Trump-Mann. Er moderierte auf Twitter Spaces den Start der Präsidentschaftskampagne von Ron DeSantis, der damals als wichtigster innerparteilicher Herausforderer Trumps galt. Erst der Attentatsversuch auf Trump in Butler im Juli 2024 brachte den klaren Wechsel. Musk unterstützte Trump öffentlich. Im August führten beide ein zweistündiges Gespräch auf X, in dem Musk eine Kommission für staatliche Effizienz vorschlug. Im Oktober trat Musk bei Trumps Kundgebung in Butler auf.

Aus Unterstützung wurde eine politische Großinvestition. Musk gab mindestens rund 250 Millionen Dollar für Trump und verbundene republikanische Aktivitäten aus. Nach dem Wahlsieg kündigte Trump DOGE an. Im Weißen Haus wurde Musk Seniorberater und das bekannteste Gesicht der Sparinitiative. Juristisch war seine Stellung begrenzt: Das Weiße Haus erklärte später vor Gericht, er sei nicht Administrator des U.S. DOGE Service und habe keine eigenständige formale Entscheidungsmacht.

Im März 2025 inszenierte Trump seine Unterstützung für Musk besonders sichtbar. Tesla-Fahrzeuge standen am Weißen Haus, der Präsident erklärte, eines zu kaufen. Ende Mai verabschiedete er Musk in einer gemeinsamen Veranstaltung aus dessen intensiver Regierungsarbeit. Nur sechs Tage später war die Beziehung praktisch zerstört.

Auslöser war Trumps großes Steuer- und Ausgabenpaket. Musk griff es wegen der Schuldenwirkung scharf an. Trump drohte daraufhin, staatliche Verträge und Subventionen für Musks Firmen zu streichen. Musk unterstützte einen Aufruf zur Amtsenthebung, drohte kurzzeitig mit der Stilllegung der Dragon-Raumkapsel und veröffentlichte eine unbelegte Behauptung über Trump und Epstein-Unterlagen. Den Beitrag löschte er später. Er war kein Beleg für eine strafrechtliche Beteiligung Trumps. Am 11. Juni räumte Musk ein, einige seiner Beiträge seien zu weit gegangen.

Im Juli kündigte Musk eine America Party an. Doch statt einer dauerhaften dritten Kraft folgte die schrittweise Rückkehr in den republikanischen Raum. Im September 2025 trafen Trump und Musk bei der Gedenkfeier für Charlie Kirk aufeinander. Im November war Musk Gast bei einem Abendessen im Weißen Haus. Anfang 2026 spendete er zehn Millionen Dollar an große republikanische Organisationen für Kongresswahlen.

Im Mai flog Musk mit Trump nach Peking und signalisierte, die Republikaner bei den Zwischenwahlen zu unterstützen. Sein America PAC plant inzwischen mindestens 100 Millionen Dollar für die Mobilisierung von Wählern. Musk selbst sagt, er habe sich zu sehr in Politik hineinziehen lassen. Trump soll intern davon ausgehen, dass die alte Nähe nicht zurückkehrt.

Das neue Verhältnis ist daher weniger romantisch als das alte. Es basiert auf Erfahrung, Grenzen und gegenseitigem Nutzen. Gerade das könnte es stabiler machen. Die nächste Belastungsprobe kommt mit den Zwischenwahlen 2026 und den politischen Entscheidungen danach.

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