Netflix und Sega haben eine umfangreiche Partnerschaft angekündigt, die drei Adaptionen beliebter Videospielmarken umfasst. Geplant sind eine Live-Action-Komödie zum Kultspiel Crazy Taxi, eine neue animierte Sonic-Serie sowie eine Live-Action-Verfilmung des noch unveröffentlichten Spiels Stranger Than Heaven aus dem Hause RGG Studio.
Den Anfang macht die Crazy Taxi-Verfilmung, die laut Ankündigung 2027 auf Netflix erscheinen soll. Das Drehbuch stammt von Dan Gregor und Doug Mand, die zuletzt die Neuauflage von Die nackte Kanone aus dem Jahr 2025 geschrieben haben und auch für Serien wie Crazy Ex-Girlfriend und How I Met Your Mother bekannt sind. Als Produzenten sind Neal H. Moritz und Toby Ascher von Original Film an Bord, gemeinsam mit Toru Nakahara, der bereits die Sonic-Filmreihe betreut hat. Ein Regisseur steht noch nicht fest.
Die neue Sonic-Serie richtet sich an ein jüngeres Publikum: Sie wird als Animationsserie für Vorschulkinder beschrieben und soll laut Sega „etwas Niedliches, aber auch Cooles“ bieten. Die Entwicklung liegt bei Carlos Stevens und Toru Nakahara. Die Serie soll heldenhafte Abenteuer mit Sonic und seinen Freunden zeigen, humorvoll und emotional zugleich, und Kindern das Gefühl geben, Teil eines Teams zu sein. Die drei Staffeln der bereits erschienenen Serie Sonic Prime sind weiterhin exklusiv auf Netflix verfügbar.
Die dritte Adaption widmet sich Stranger Than Heaven, einem kommenden Spiel von RGG Studio, dem Entwickler der Like a Dragon- und Yakuza-Reihen. Die Handlung spielt im Japan des frühen 20. Jahrhunderts und folgt einem Ausländer, der sich vom mittellosen Fremden zum gefürchteten Yakuza und schließlich zum Unterhaltungsmagnaten hocharbeitet. Vor dem Hintergrund einer im Wandel begriffenen Nation muss er ein Imperium aufbauen und dabei Ehre und Verrat ausbalancieren. Die Verfilmung soll dieser epischen Welt eine neue Perspektive verleihen. Weitere Details sind noch nicht bekannt.
Brandon Riegg, Vizepräsident für Nonfiction und Transmedia bei Netflix, erklärte: „Großartige Spiele haben bereits, was jede Adaption anstrebt – Charaktere, die Menschen lieben, Welten, die sie in- und auswendig kennen, und Fangemeinden, die auftauchen.“ Mit Crazy Taxi, Sonic und Stranger Than Heaven arbeite man über drei völlig unterschiedliche Epochen des Sega-Katalogs hinweg. Shuji Utsumi, Präsident und COO von Sega, zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit und betonte, dass die Fangemeinden dieser Spiele eine Erzählung verdienten, die das Besondere jedes Titels würdige.
Netflix baut sein Portfolio an Videospiel-Adaptionen damit weiter aus. Bereits in Arbeit sind unter anderem eine Live-Action-Serie zu Assassin’s Creed, ein Gears of War-Film, Animationsserien zu Minecraft, Magic: The Gathering und Clash of Clans sowie eine Overcooked-Wettkampfshow. Hinzu kommen zweite Staffeln von Cyberpunk: Edgerunners und Splinter Cell: Deathwatch sowie die dritte und letzte Staffel von Devil May Cry. Auf der BlizzCon 2026 wurde zudem eine Diablo-Animationsserie für Netflix angekündigt, während Gespräche über Adaptionen von Overwatch und Warcraft laufen.