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Norddeutsche Städte bauen Busflotten auf Elektroantrieb um

Hamburg, Kiel und Lübeck gehören laut einer Studie der Deutschen Umwelthilfe zu den Vorreitern bei der Elektrifizierung kommunaler Busflotten. Bundesweit fahren jedoch noch fast 80 Prozent der Stadtbusse mit Diesel. Die Umwelthilfe kritisiert die Kürzung der E-Bus-Förderung durch den Bund.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OÜ erstellt.

Hamburg, Kiel und Lübeck gehören zu den bundesweiten Vorreitern bei der Umstellung kommunaler Busflotten auf Elektroantrieb. Das geht aus einer neuen Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor, die die Busflotten der 40 größten deutschen Städte untersucht hat. Demnach fahren bundesweit zwar noch immer fast 80 Prozent der Stadtbusse mit Dieselkraftstoff, doch zahlreiche Kommunen bauen ihre Fuhrparks nach und nach um. Die Rangliste der Umwelthilfe ergibt sich aus dem aktuellen Bestand an Elektrobussen und den Beschaffungsplänen der Städte.

In Norddeutschland schneiden die drei größten Städte überdurchschnittlich gut ab. Hamburg belegt mit einem Elektrobus-Anteil von 36,9 Prozent Platz sechs, Kiel folgt mit 33,0 Prozent auf Platz sieben, Lübeck erreicht mit 28,9 Prozent Platz neun. In allen drei Städten ist die Tendenz steigend. Die Hamburger Hochbahn hat nach Angaben ihres Sprechers Andreas Ernst derzeit 1.103 Busse im Bestand, 432 davon verfügen über einen neuen Antrieb. Bis zum Jahresende soll diese Zahl auf 451 steigen. Bis 2031 will die Hochbahn bis zu 240 weitere batterieelektrische Busse anschaffen, sodass der Anteil auf bis zu 60 Prozent wachsen soll.

Die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) nennt für ihre Flotte abweichende Zahlen. Nach eigenen Angaben sind in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt aktuell 122 Elektrobusse im Einsatz, was einer Quote von 51 Prozent entspricht. Hinzu kommen 33 Hybridbusse (14 Prozent) und 82 Dieselbusse (35 Prozent). In Lübeck umfassen die Flotten von Stadtwerke Lübeck Mobil und der Lübecker Verkehrsgesellschaft derzeit 200 Fahrzeuge, darunter 86 Elektrobusse. Wie Stadtwerke-Sprecher Tim Krawczyk mitteilt, sollen 2027 und 2028 weitere 14 E-Gelenkbusse ausgeliefert werden. Damit werde künftig mehr als die Hälfte der Busflotte elektrisch betrieben.

Deutlich langsamer verläuft die Umstellung in Rostock. Die Hansestadt liegt in der DUH-Studie mit einer Elektrobus-Quote von 12,6 Prozent auf Platz 27 von 40. Nach den vorliegenden Angaben sollen 85,7 Prozent der Neuanschaffungen weiterhin mit Verbrennerkraftstoff fahren. Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) betreibt nach Angaben ihrer Pressesprecherin Beate Langner aktuell zwölf Elektrobusse bei einem Gesamtbestand von rund 95 Fahrzeugen.

Die Unterschiede zwischen den Städten sind erheblich. Während in den Vorreiterstädten Mannheim, Freiburg und Karlsruhe mehr als die Hälfte der Busse batterieelektrisch fährt, ist in den Schlusslichtern Augsburg, Essen, Wuppertal, Krefeld und Magdeburg noch kein einziger E-Bus unterwegs. Alle Städte auf den ersten 20 Plätzen planen laut Studie keine Neuanschaffungen von Dieselbussen mehr.

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert in diesem Zusammenhang, dass die Bundesregierung die Förderung von Elektrobussen in diesem Jahr um zwei Drittel kürzt. Angesichts der ab 2030 deutlich verschärften Luftreinhaltevorschriften in der Europäischen Union sei eine beschleunigte Ausmusterung insbesondere alter und besonders schmutziger Dieselbusse notwendig. «Dieselbusse werden in der Regel länger als zehn Jahre im Nahverkehr betrieben. Städte, die bis 2030 neue Verbrennerbusse beschaffen, verschieben den Abschied von fossilen Antrieben so bis in die 2040er Jahre», sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. Die kommunalen Verkehrsbetriebe müssten zum Schutz der Menschen und des Klimas den Neukauf von Verbrennerbussen stoppen und ihre Busflotten bis 2030 vollständig elektrifizieren. Technisch geeignete Dieselbusse ließen sich inzwischen auch auf Elektroantrieb umrüsten.

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