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Neuseeland fängt berüchtigten Wildkater nach drei Jahren

Der Kater „Nine Lives“ soll auf der Halbinsel Purerua Dutzende seltene Pāteke getötet haben. Am 30. Juli ging er nach jahrelanger Suche in eine Falle.

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung unter der redaktionellen Verantwortung von Haydamax OU erstellt.

Auf der neuseeländischen Halbinsel Purerua ist ein verwilderter Kater gefangen und getötet worden, der Naturschützer fast drei Jahre lang beschäftigt hatte. Das große grau getigerte Tier trug den Spitznamen „Nine Lives“, weil es Fallen immer wieder entkam und monatelang aus dem Blickfeld verschwand. Ihm werden Dutzende getötete Pāteke zugeschrieben, eine seltene neuseeländische Entenart.

Der Konflikt begann 2023. Das Projekt Pest Free Purerua setzte 20 in menschlicher Obhut aufgezogene Pāteke aus. Die Verantwortlichen gingen davon aus, dass verwilderte Katzen auf dem Gelände ausreichend kontrolliert würden. Doch innerhalb einer Woche wurde der erste tote Vogel gefunden. Kameras zeigten anschließend einen bestimmten Kater mit auffälliger Zeichnung. Nach Angaben des Projekts wurden weitere 15 Enten getötet, während derselbe Kater auf den Aufnahmen auftauchte.

Daraufhin wurden zusätzliche Fallen, Käfige und Nachtkameras eingesetzt. Andere verwilderte Katzen konnten gefangen werden, „Nine Lives“ aber blieb. Das Tier hielt sich nicht an erkennbare Routinen. Es erschien am Abend, mitten in der Nacht, früh am Morgen oder tagsüber und konnte anschließend zwei oder drei Monate verschwinden. Dadurch war es schwierig, den richtigen Ort und Zeitpunkt für eine Falle zu bestimmen.

2024 versuchte das Projekt erneut, eine Pāteke-Population aufzubauen, und setzte weitere 20 Vögel aus. Der gleiche Kater kehrte zurück und soll 15 Tiere dieser Gruppe getötet haben. The Guardian schätzt, dass „Nine Lives“ insgesamt Dutzende Pāteke tötete, etwa ein Prozent des Bestands. Diese Prozentangabe ist eine Schätzung aus dem Bericht und kein aktueller landesweiter Zensus.

Das neuseeländische Department of Conservation nennt Pāteke, auf Englisch brown teal, die seltensten Wasservögel auf dem Festland des Landes. Die Art kommt nur in Neuseeland vor. Für 2022 schätzte die Behörde den Wildbestand auf 2.000 bis 2.500 Tiere. Eingeführte Säugetiere gehören zu den wichtigsten Gefahren, neben dem Verlust von Lebensräumen und weiteren Belastungen.

Ende Juli 2026 änderte sich das Verhalten des Katers. Er wurde drei Nächte hintereinander an einem Steinbruch beobachtet. Die Fänger legten Lachs, gebratenes Hähnchen und Kaninchen als Köder aus und stellten Käfige auf. Am 30. Juli meldete eine Kamera ein Tier in einer Falle. Das Team identifizierte den Kater und erschoss ihn nach eigenen Angaben tierschutzgerecht.

Der Körper sollte untersucht werden, unter anderem der Mageninhalt. Anschließend war eine Präparation vorgesehen, damit das Tier in der Umweltbildung genutzt werden kann. Genau dieser Umgang zeigt, wie emotional die Frage nach verwilderten Katzen ist. Manche Menschen reagierten kritisch auf die Tötung, während Naturschutzgruppen auf die besondere Verwundbarkeit einheimischer Arten verweisen.

Die neuseeländische Regierung hat verwilderte Katzen im November 2025 in das Programm Predator Free 2050 aufgenommen. Hauskatzen sind ausdrücklich nicht Teil dieses Ziels. Im März 2026 sprach die Regierung von mehr als 9.000 lokalen Fangprojekten im ganzen Land und von einem Übergang zu stärker koordinierten Maßnahmen.

Auf Purerua könnten nun erneut Pāteke ausgesetzt werden. Der Erfolg hängt davon ab, ob die Kontrolle auch nach dem Ende der spektakulären Jagd dauerhaft funktioniert. Ein einzelner Kater hat bereits gezeigt, wie schnell eine kleine, sorgfältig aufgebaute Population wieder zusammenbrechen kann.

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